Weiße Weste eindrucksvoll verteidigt

Der AC Lichtenfels gewinnt auch beim RSV Schonungen verdient mit 20:10

Auch wenn das Ergebnis letztlich deutlich zugunsten der heimischen Ringer ausfiel, gab es beim Auswärtskampf des ACL in Schonungen eine Reihe spannender Kämpfe zu sehen. Zwar verzichteten die Gastgeber auf ihren  Spitzenmann Andrei-Vasile Dudau, stellten aber ansonsten eine durchaus ebenbürtige Mannschaft, die dem Team von Trainer Venelin Venkov lange Zeit
Paroli bot. Schließlich behielt der ACL jedoch auch im vorletzten Kampf der Saison die Oberhand und gewann verdient mit 20:10 Mannschaftspunkten. Durch den gleichzeitigen Sieg des SC Anger in der Südgruppe stehen die Ringer aus Niederbayern nun auch als Gegner des ACL in den Aufstiegskämpfen zur Bundesliga fest.

Dominik Sohn holte in Schonungen einen 5:12 Rückstand auf und sicherte seiner Mannschaft einen Mannschaftspunkt. Bild Czepera

Zunächst hatte die sportliche Leitung der Lichtenfelser aber erneut mit einigen Ausfällen zu kämpfen und konnte nur durch Rückgriff auf Sportler aus der zweiten Mannschaft die entstandenen Lücken ausfüllen. Zu Beginn sorgte der Ungar Joszef Andrasi (57 Kilo, griechisch) für einen raschen 4:0 Erfolg, gegen den Nachwuchsmann Willi Merz auf Schonunger Seite stand schon nach 31
Sekunden die technische Überlegenheit fest. Umgekehrt konnte Adrian Michel (130 Kilo, Freistil) kampflos vier Punkte für die Gastgeber mitnehmen, da Christoph Meixner diesmal krankheitsbedingt nicht antreten konnte.  Deutlich spannender wurde es dann in der Begegnung zwischen Mario Petrov (61 Kilo, Freistil) und seinem Gegner Alexandru-Vasile Mandica. Nachdem der Rumäne in Diensten des RSV zunächst mit 14:0 in Front gegangen war, startete Mario eine furiose Aufholjagd und kam bis auf zwei Punkte wieder heran. Kurz vor Schluss musste er jedoch nach zwei weiteren Wertungen seines Gegners die knappe Niederlage zum 18:12 hinnehmen. Gewohnt souverän besiegte Hannes Wagner (98 Kilo, griechisch) seinen Gegner Florian Doile, musste aber fast 6 Minuten ringen, bis seine technische Überlegenheit feststand. Ohne Gegner konnte der junge David Korsunov (66 Kilo, griechisch) ebenfalls vier Punkte für die heimischen Ringer mitnehmen, so dass der ACL mit einem beruhigenden 10:6 Vorsprung in die Pause gehen konnte. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Ersatzmann Jan Ahlsdorf (86 Kilo, Freistil) keine Chance gegen den erfahrenen Andreas Hümpfer und wurde bereits nach etwas mehr als einer Minute geschultert. Im nächsten Kampf zeigte Dominik Sohn (71 Kilo, Freistil) erneut sein Kämpferherz. Nachdem er Mitte der zweiten Runde  bereits mit 12:5 zurück lag, kämpfte er sich zurück und schaffte mit einer grandiosen 4er-Wertung kurz vor Schluss noch den
Punkteausgleich und damit den knappen 1:0 Sieg. Achim Thumshirn (80 Kilo,griechisch) musste anschließend gegen den passiven Felix Full fast fünf Minuten geduldig Punkte sammeln, bis sein technischer Überlegenheitssieg feststand. Über die volle Distanz von sechs Minuten kämpften zum Schluss noch Johannes Lurz (75 Kilo, Freistil) und der erneut eine Gewichtsklasse aufgerückte
Rumen Savchev (75 Kilo, griechisch), gewannen aber beide letztlich verdient ihre Kämpfe mit 2:0 bzw. 1:0 und brachten so den Sieg der Einheimischen sicher unter Dach und Fach.

So steht der ACL auch nach 13 Wettkampftagen unbesiegt an der Tabellenspitze der Oberliga Nord und fiebert noch vor dem letzten Heimkampf der Saison auf die beiden Aufstiegskämpfe gegen den SC Anger vor Weihnachten hin. Mannschaftsführer Heiko Scherer gibt sich dazu selbstbewusst: „Wir werden auch gegen Anger unser bestes Team stellen und den heimischen Fans zwei
packende Extrakämpfe als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk präsentieren!“ 

Text: Stefan Mehl / Bild: Gunther Czepera