Wagner verliert unglücklich im Viertelfinale

Der Ringer Hannes Wagner (82 kg/AC Lichtenfels) ist bei den U23-Europameisterschaften in Istanbul unglücklich ausgeschieden. Der Lichtenfelser unterlag dem Ungarn David Losonczi im Viertelfinale hauchdünn mit 3:4. So bleibt dem Deutschen Ringerbund (DRB) nur noch eine Hoffnung auf eine Medaille im griechisch-römischen Stil: Wagners Kollege Jan Zirn (97 kg/KG Baienfurt), hat noch Chancen auf die Bronzemedaille nach der Hoffnungsrunde.

Der 22-jährige Klosterlangheimer und Losonczi lieferten sich ein Viertelfinal-Duell auf Augenhöhe: Nach der ersten Kampfrunde stand es 1:1. Wagner hatte einen Wertungspunkt durch eine Passivitätsverwarnung gegen den Ungarn erhalten, ließ sich jedoch auch einmal von der Kampffläche abdrängen. In Runde 2 blieb Losonczi vor allem am Mattenrand gefährlich und baute den Vorsprung durch Blitzangriffe bis auf 4:1 aus. Alle Bemühungen Wagners, den Rückstand aufzuholen, blockte der Ungar geschickt ab. In der letzten Minute erhielt Losonczi dafür eine Verwarnung, die dem DRB-Ringer zwei Zähler einbrachten. Doch beim 4:3 sollte es bleiben.

Da Losonczi im Halbfinale dem Russen Vaag Margarian unterlag und damit den Finaleinzug verpasste, konnte Wagner auch nicht mehr in der Hoffnungsrunde erneut ins Kampfgeschehen eingreifen.,

 

Klarer Sieg im ersten Kampf

Dabei begann alles so gut am Morgen des zweiten Wettkampftages: Hannes Wagner ließ beim 4:0-Punktsieg im Achtelfinale gegen den Schweden Oskar Johansson nichts anbrennen: „Man musste zu keinem Zeitpunkt Angst haben, dass der Schwede den Rückstand noch aufholen könnte“, sagte Bundestrainer Michael Carl. Auch im Viertelfinale zeigte Wagner eine starke Leistung, wenn da die beiden Blitzangriffe des Ungarn vom Mattenrand ins Aus nicht gewesen wären. 

Qelle: Obermain.de / Foto Jörg Richter