Sieben Punktegaranten für einen klaren Sieg

Trotz Krankheitsausfälle blieb der ACL in Neumarkt ungefährdet / 27:12-Erfolg

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Jederzeit Herr der Lage war Rumen Savchev (rotes Trikot) bei seinem 16:0-Erfolg über den Neumarkter Siegringer Mihai Gabriel Tenea. Am Ende dominierte auch die gesamte ACL-Staffel trotz dreier Krankheitsausfälle mit 27:12.

 

Es lief vieles wie vorherberechnet für die Ringer des AC Lichtenfels bei ihrem Bayernliga-Gastspiel in Neumarkt. Trotz dreier Krankheitsausfälle stand am Ende ein ungefärdeter 27:12-Sieg zu Buche. Vielleicht drängt sich der Vergleich tatsächlich auf, und das nicht nur, während die Schach-Weltmeisterschaft in New York läuft: Mannschaftsverantwortliche im Ringen sind ein bisschen wie Schachspieler. Sie planen, bereiten vor, berechnen Varianten, in denen sie die eigenen Möglichkeiten bewerten und die des Gegners, versetzen sich in ihn hinein, manövrieren ihre „Figuren“ bzw. Athleten – nur das eigentliche Duell, das tragen beim Ringen die Sportler selbst aus.

Im Falle des Vergleichs zwischen dem punktlosen Bayernliga-Schlusslicht ASV Neumarkt und dem verlustpunktfreien Spitzenreiter AC Lichtenfels lief diesmal alles wie geplant aus Sicht der Korbstädter: Nachdem die drei erkrankten Stammkräfte Dominik Sohn, Venelin Venkov und Christoph Meixner nicht einsatzbereit waren, vertraute man nach ein paar Gewichtsklassen- bzw. Stilart-Umstellungen vor allem auf die verbliebenen sieben Punktegaranten – eine durchaus riskante, quasi am Reißbrett entworfene Rechnung, die jedoch komplett aufging und 27 von 28 möglichen Gesamtpunkten erbrachte. „Man zittert da aber schon“, gab Mannschaftsführer Heiko Scherer zu bedenken, „denn sobald ein als Sieg eingeplanter Kampf verloren geht, wird’s richtig eng.“

Verloren gingen beim ACL freilich nur die unbesetzte 130 Kilo-Freistil-Klasse, das 75 Kilo-griechisch-Limit, wo Tobias Wagner gegen den Neumarkter Topmann Achim Thumshirn ohne Chance blieb, und die 61 Kilo-Freistil-Kategorie. Niklas Zillig (ACL) lieferte sich dabei ein mehr als farbiges Hin und Her mit dem ebenfalls jungen Daniil Eberhardt. Mal stand der eine in der Ringerbrücke kurz vor der Schulterniederlage, mal der andere. Unmittelbar vor der Rundenpause schaffte der mit 15:7 in Führung liegende Eberhardt dann tatsächlich den „Tusch“ und kassierte die vollen vier Mannschaftspunkte.

Den maximalen Ertrag eines Teamvierers verbuchten auf ACL-Seite aber gleich sechs Aktive: Die Griechisch-Ringer Mario Petrov (57 Kilo), Tobias Schütz (86 Kilo) und Nikolay Dobrev (98 Kilo) brauchten für ihre 16:0- bzw. 17:0-Überlegenheitssiege nicht einmal eine Minute. Die Freistil-Brüder Christian (66 Kilo) und Johannes Lurz (75 Kilo) schulterten ihre Kontrahenten auch bereits in Runde 1. Rumen Savchev (66 Kilo, griechisch) „kochte“ aus aufstellungstaktischen Gründen diesmal eine Gewichtsklasse ab und zeigte gegen den Neumarkter Siegringer Mihai Gabriel Tenea seine ganze Klasse mit einem 16:0-Erfolg. Das einzige Duell über die volle Sechs-Minuten-Kampfzeit ging schließlich auch an den ACL-Mann: Christian Merkel (86 Kilo, Freistil) ließ gegen Christian Grasruck nichts anbrennen und holte mit vier Zweiern ein sicheres 8:0.

Gruppenoberliga Nord:

ASC Röthenbach – ACL II 28:19

Einige enge Duelle lieferten sich die ACL-Ringer mit ihren Kontrahenten beim ASC Röthenbach. Zweimal sogar gab es Sieg und Niederlage zwischen den gleichen Ringern durch den Stilartwechsel von Hin- zu Rückkampf. Am Ende  konnten die Einzelerfolge von Casyen Irmler (zwei), Leon Raps, Chrum Chuchurov,  Mario Mihaylov und Daniel Luptowicz (je einen) die Niederlage jedoch nicht verhindern.

-cv-