Riesen-Rückenwind durch zwei leichte Jungs

Mario Petrov und Dominik Sohn bringen den ACL früh auf die Siegerstraße / Unerwartet hohes 28:4 in Berchtesgaden

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Zupacken für den Erfolg: Die Bayernligaringer des AC Lichtenfels (hier: Tobias Schütz, stehend) demonstrierten auch beim unerwartet hohen 28:4 in Berchtesgaden ihre derzeitige Topform.

 

Die erste große Herausforderung hatten sie erwartet, die Bayernligaringer des AC Lichtenfels, vor ihrem Besuch beim Tabellenvierten TSV Berchtesgaden. Heraus kam ein in dieser Höhe nie erwartetes 28:4, das den 2. Vorsitzenden Stefan Mehl zu einem vollumfänglichen Lob veranlasste: „Da lief einfach alles wie aus einem Guss!“

Trotz der kurzfristig beim TSV auftretenden Verletzungssorgen blieb festzuhalten: Es waren beim ACL die zwei leichten Jungs, die für einen schweren Lichtenfelser Rückenwind und gleichzeitig einen kapitalen Dämpfer bei den 800(!) lautstarken, aber jederzeit fairen Heimfans sorgten: Mario Petrov 57kg, Freistil) und Dominik Sohn 61kg, griechisch) kämpften abermals bravourös und zeigten nachdrücklich, dass sie inzwischen absolut angekommen sind in der 1. Mannschaft der Korbstädter. Petrov ließ kaum Freistilaktionen seines Kontrahenten Tobias Küpper zu und nutzte bei einer 9:2-Führung in der letzten Minute gleich die erste Chance zum Schultersieg; genau wie Teamkamerad Sohn, der nach einem blitzschnellen Kopfzug anfangs von Runde 2 Sebastian Hillebrand (TSV) „auf den Ast“ legte. Optimale Chancenverwertung hieße so etwas in anderen Sportarten – und in der Halle war es fortan merklich ruhiger.

Zumal auch der TSV-Sieggarant Peter Fodor (130kg, griechisch) von Glück reden konnte, dass er gegen den 16 Kilo leichteren und permanent vorwärts marschierenden ACL-Neuzugang Nikolay Dobrev so gerade noch einen 6:5-Punktsieg ins Ziel brachte.

Als dann auch noch die beiden ACL-Freistiler Christoph Meixner (98kg) und Christian Lurz (66kg) ihren Widersachern Andreas Pfnür und Lukas Laue nicht den Hauch einer Chance ließen und Ende der ersten bzw. Anfang der zweiten Runde ebenfalls auf Schulter gewannen, stand ein nie für möglich gehaltenes 16:1 nach fünf von zehn Duellen auf der Anzeigetafel. „Wir hatten mit einer ausgeglichenen ersten ‚Halbzeit‘ gerechnet und führten dann haushoch“, beschrieb Stefan Mehl die fast surreale Situation, in der die knapp 20 mitgereisten ACL-Fans längst das Lautstärkekommando übernommen hatten.

So konnten sich die Gäste fortan beinahe schon auf das Verwalten des immensen Vorsprungs beschränken. Die griechisch-Experten Tobias Schütz (86kg) und Venelin Venkov (66kg) erledigten dies mit 16:0-Überlegenheitssiegen gegen Marius Mackamul und Wolfgang Heil vorzeitig. Die volle Distanz von sechs Minuten schöpften die 75er Johannes Lurz (Freistil) und Rumen Savchev (griechisch) zwar aus, freilich ohne bei ihren 8:3- bzw. 7:2-Punktsiegen über Christoph Graßl bzw. Alexander Petersen ernstlich in Bedrängnis zu geraten.

Das klare 0:8 von Christian Merkel (ACL, 86kg) gegen den starken Andreas Rühle bedeutete so gesehen nicht einmal mehr einen Schönheitsfehler.

Gruppenoberliga Nord:

TSV Burgebrach II – ACL II 24:30

Endlich den ersten Saisonerfolg gab es für die ACL-Reserve beim TSV Burgebrach II. Je zwei Siege gingen auf das Konto von Casyen Irmler und Chrum Chuchurov; einen Vierer steuerten Mario Mihaylov, Niklas Zillig und Marius Geuß bei, sodass mit einem Punktsieg von Daniel Luptowicz das 30:24 unter Dach und Fach gebracht werden konnte. Bereits heute geht es mit dem vorgezogenen Rückrundenkampf gegen den ASV Hof weiter.

-cv-