Niederlage mit ein paar Lichtblicken

ACL unterliegt im Derby beim ASC Bindlach mit 15:22

Nach sechs Kampftagen in der Bayerischen Oberliga lag der Aufsteiger AC Lichtenfels An-fang Oktober mit 10:2 Punkten an der Tabellenspitze. Nach dem 15:22 beim ASC Bindlach vom Samstagabend findet er sich mit 12:12 Zählern nunmehr im Mittelfeld wieder.

Zu Schluss nochmal Dampf gemacht: Dominik Sohn (ACL, rechts) gewann in der letzten Kampfminute mit drei Durchdrehern am Stück doch noch technisch überlegen gegen den Bindlacher gegen Mark Weimer.    Foto: cv

Der Grund hierfür ist hinlänglich bekannt und im Prinzip bei allen Vereinen der gleiche: Kein Verein will in die 1. Bundesliga aufsteigen! Auch der neue Tabellenzweite ASC Bindlach machte nicht zwingend den Eindruck, mit aller Macht gewinnen zu wollen, denn auch er trat wie der ACL mit nur neun Ringern und zudem ohne Ausländer an.

Die Schützlinge von ACL-Trainer Ali Hadidi mussten aber außerdem noch auf den beruflich verhinderten Sieggaranten Hannes Wagner und die beiden nicht einsatzfähigen Christian Lurz und Rumen Savchev verzichten.

So gingen abermals fünf Kämpfe mit der Maximalzahl von vier Mannschaftspunkten an die Hausherren. Die Brüder Arthur und Michael Schwarz (86 und 98 Kilo) hatten gegen Patrick Adler und Sascha Büchner ebenso klar das Nachsehen wie der junge Marius Geuß (71 Kilo, Freistil) gegen den noch ungeschlagenen Bastian Hofmann sowie der erkrankte und viel zu leichte
Venelin Venkov (75 Kilo, griechisch) gegen Philipp Adler.  

Einzelne Lichtblicke gab es jedoch auch für die Korbstädter: Johannes Lurz (75 Kilo, Freistil) bot dem mit Abstand besten Athleten dieses Gewichtslimits, Marcel Fornoff, prima Paroli. „Er gestattete ihm nur eine Zweierwertung und zwei Passivitäts-Einser“, gab ACL-Mannschaftsführer Daniel Luptowicz zu Protokoll, der den jüngeren der beiden Lurz-Brüder einmal mehr heikle Situation ausgezeichnet hatte auskämpfen sehen.
Die 15 Mannschaftspunkte auf dem ACL-Konto holten letztlich Christoph Meixner (130 Kilo, Freistil, kampflos), Achim Thumshirn (80 Kilo, griechisch) mit einem gewohnt sicheren 11:0 über Nico Ganzleben, Mario Petrov (61 Kilo, Freistil) mit einem 17:2 gegen den Trainersohn Nikolas Geldner sowie Dominik Sohn (66 Kilo, griechisch). Der mobilisierte in der Schluss-minute gegen Mark Weimer noch einmal alle Kräfte und schaffte mit drei Durchdrehern am Stück tatsächlich noch ein vorzeitiges 19:4.

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