Nach 0:5-Rückstand richtig aufgedreht

Unerwartet souveränes 24:9 des AC Lichtenfels beim TSC Mering – „Zweite“ mit klarer Niederlage

Gelungene Wiedergutmachung für die Ringer des AC Lichtenfels! Mit 24:9 gewannen sie unerwartet souverän beim Tabellenvierten, dem TSC Mering, und können sich nun auf das Duell um Bayernliga-Platz eins in eigener Halle am Samstag gegen den ASV Au/Hallertau einstimmen.

Damit es aber so weit kommen konnte, war eine konzentrierte Mannschaftsleistung in Mering gefragt. „Wir hatten im Vorfeld schon Bedenken, dass es nach der unverdienten Niederlage in Unterföhring wieder eng werden könnte“, so Mannschaftsführer Heiko Scherer, „doch dann lief es über weite Strecken optimal“.

Nach der schnellen Schulterniederlage von Mario Petrov (57 Kilo, griechisch) gegen Benedikt Rieger, hätte Christoph Meixner (ACL, 130 Kilo, Freistil) dem bislang ungeschlagenen Ungarn Zsolt Dajka im Duell zweier „98er“ um ein Haar die erste Saisonniederlage beigebracht. Doch nach eigener 4:0-Führung gab der AC-ler etwas unglücklich selbst einen „Vierer“ am Mattenrand ab und verlor am Ende noch mit 4:5. Dennoch eine abermals saubere Leistung von Meixner!

Dass der 5:0-Zwischenstand für die Hausherren aber nur eine Momentaufnahme sein würde, zeigten die drei folgenden Kämpfe, die jeweils die maximalen vier Mannschaftspunkte für den ACL zur Folge hatten: „Vor Leon Raps kann man nach seiner langen Pause nur den Hut ziehen“, lobte Mannschaftsführer Scherer, nachdem der talentierte Freistiler in der 61 Kilo-Klasse seine Qualitäten im Bodenkampf einmal mehr unter Beweis gestellt und den Meringer Maximilian Zeitler durch einen Konter geschultert hatte.

Rainer Weinberger (98 Kilo, griechisch) erinnerte mit zwei blitzschnellen Kopfzügen an frühere Zeiten. Allerdings musste sein Gegenüber Daniel Lang nach der zweiten Aktion beim Stande von 0:8 verletzt aufgeben.

Mit drei Viererwertungen sorgte anschließend Venelin Venkov (66 Kilo, griechisch, gegen Dominik Ringenberger) vorzeitig und technisch überlegen für den 12:5-Halbzeitstand.

Dieser wurde auch durch die Passivitäts-Disqualifikation von Rückkehrer Christian Merkel (86 Kilo, Freistil) gegen den zweiten ungeschlagenen Top-Mann der Meringer, Radoslaw Siejak, nicht mehr wirklich entscheidend verkürzt, denn Chrum Chuchurov (66 Kilo, Freistil) schuf gegen Nico Winter früh klare Verhältnisse mit seiner gewohnt unnachahmlichen Kombination „Einsteiger – Schultersieg“. Nicht minder souverän erledigte der für den mit einem Kampf Sperre belegten Tobias Schütz eingesetzte Daniel Luptowicz seine Aufgabe in der 86 Kilo-griechisch-Klasse. Zu Beginn von Runde 2 hatte er gegen Korbinian Krupna bereits seinen 15. technischen Punkt und damit ein weiteres 4:0 für den ACL verbucht.

Da wollten natürlich auch die beiden „75er“ der Gäste nicht zurückstecken: Und so „arbeitete“ sowohl Rumen Savchev (griechisch) seinen Kontrahenten, den starken Youngster Niklas Guha, nach und nach auf (Endstand: 13:3), als auch Johannes Lurz (Freistil). In der Neuauflage des Duells „Alt gegen Jung“ behielt er gegen den Routinier Markus Daferner erneut die Oberhand, diesmal mit 3:1.

-CV-