Hannes startet beim Grand Prix of Germany

Hohes Niveu beim Deutschland GP im Griechisch-römischen Stil

Quelle:  www.ringen.de / www.brv-ringen.de

Vom 18. bis 19. August 2018 treffen sich die internationalen und nationalen Stars der Ringerszene in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle zum „Grand Prix of Germany“. Es ist die 35. Auflage im griechisch-römischen Stil, die Wettkämpfe starten an beiden Tagen jeweils um 10 Uhr am Morgen.
Selbstverständlich gehen alle deutschen Spitzenathleten in Dortmund auf die Matte, für einige, unter anderem Europa- und 3. Weltmeister Pascal Eisele, ist der Grand Prix die erste Standortbestimmung unter Wettkampfbedingungen, da sie bei der Europameisterschaft ausgesetzt haben. Der Zeitpunkt des Wettbewerbs gut zwei Monate vor der Weltmeisterschaft in Budapest scheint gut gewählt, denn zahlreiche Nationen aus Europa und dem Rest der Welt senden ihre erste Garde nach Dortmund und sorgen neben der Quantität auch für eine riesige Qualität.

Ein offener Kampf um die deutsche Nummer eins erwartet die Fans sicherlich bis 82kg, doch auch Hannes Wagner und Roland Schwarz erwarten absolute Weltklassegegner auf dem Weg zu den Medaillen. Der Lichtenfelser Wagner befindet sich zur Zeit in Topform und möchte nach dem Sieg bei der Deutschen Meisterschaft beweisen, dass er die Nr. 1 in dieser Gewichtsklasse ist. 

Da alle Nationen hier mehrere Athleten stellen und sogar einige Nationen eine große Anreise in Kauf nehmen, wird das Niveau des Grand-Prix vor allem in der Breite höher sein als beispielsweise bei einer Europameisterschaft. Alle Ringkampffans erwartet somit ein wahres Schmankerl direkt vor der Haustüre.

Bayerns Spitzenringer wollen beim Großen Preis von Deutschland in Dortmund etwas reißen. Bundestrainer Michael Carl hat für das internationale Spitzenturnier in NRW auch hoffnungsvolle Kandidaten aus dem Freistaat nominiert. Fabian Schmitt (SV Johannis Nürnberg) wird im leichtesten Limit bis 55 Kilogramm auf die Matte gehen. Schmitt ist amtierender Deutscher Meister. Bis 60 Kilogramm geht Vizemeister Christopher Kraemer aus Westendorf auf die Matte. „Ich fühle mich fit“, sagt der Bundesliga-Akteur aus dem Allgäu. Auch der Deutsche Meister Witalis Lazovski (SV Wacker Burghausen) wird in Dortmund angreifen. Für Furore will auch Roland Schwarz vom ASC Bindlach sorgen. Im Limit bis 82 Kilogramm erwartet er viele internationale Topleute. „Am liebsten würde ich mir die Goldene umhängen“, freut er sich auf die packenden Duelle. Für ihn seien bei diesem Turnier Nuancen entscheidend. „Ich fühle mich ziemlich gut.“ International hat sich Roland Schwarz in diesem Jahr bereits einen Namen gemacht, als er sowohl bei den Europameisterschaften in Kaspiisk (Russland) und den Militär-Weltmeisterschaften in Moskau jeweils den fünften Platz erreichte. Für den Deutschen Meister Hannes Wagner (AC Lichtenfels), der mitten im Prüfungsstress für seine Ausbildung bei der bayerischen Polizei steckt, dürfte der Grand Prix in Dortmund indes als Jahres-Höhepunkt gelten.

Im Limit bis 97 Kilogramm hat Ramsin Azizsir (ASV Hof) eine sehr starke Konkurrenz vor der Brust. Finnen, Ukrainer, Schweden, Weißrussen und nicht zuletzt Ex-Weltmeister Melonin Noumonvi aus Frankreich und der Europameister von 2017, Felix Baldauf aus Norwegen, haben ebenfalls ihre Zusage für den Grand Prix gegeben. Azizsir, der sich in Burghausen den Titel souverän holte, sei heiß auf das Spektakel in Dortmund. „Im Limit bis 97 Kilogramm gilt es für mich jetzt, mich dort auch zu etablieren. Wir haben ein richtiges EM-Niveau“, würde auch er sich über eine Medaille sehr freuen. „Es ist alles möglich, von Gold bis zum vorzeitigen Ausscheiden.“ Und nicht zuletzt hat der Hofer mit seinem fünften Rang bei der EM in Kaspiisk bewiesen, dass er in diesem Limit zur Spitze gehört. Über 200 Griechisch-Römisch-Ringer haben ihre Teilnahme zum Grand Prix von Deutschland angemeldet, der am Wochenende in Dortmund ausgetragen wird. Große Teile der Weltspitze nehmen auf dem Weg in Richtung Weltmeisterschaft eine Standortbestimmung vor und treffen dabei eine gewisse Vorauswahl für ihre Nominierungen für die Titelkämpfe in Budapest. „Das wird ein riesen Turnier mit vielen Spitzenringern, die auch schon Medaillen bei WM, EM und Olympischen Spielen gewannen“, freut sich Bundestrainer Michael Carl über die große Resonanz von Weltklasseringern, die selbst aus den USA über den ‚Großen Teich‘ in den Ruhrpott kommen. Auch Georgien, Ungarn, Polen und die Schweden, Nationen, die zur europäischen Spitze gehören, nutzen den Grand Prix, um ihre WM-Mannschaft zu nominieren. Die Türken meldeten ihre starken U23-Ringer an, was dem Wettkampf zusätzlich aufwertet. Auch für die deutsche Auswahl wird der Grand Prix im eigenen Land mehr als eine Standortbestimmung, wird dort Michael Carl mit seinem Trainerteam doch auch schon eine gewisse Vorauswahl für die Vergabe der WM-Fahrkarten treffen. „Es ist ein äußerst starkes Teilnehmerfeld ich freue mich auf den Grand Prix, wir werden sehen, wie unsere Kämpfer nach den harten Trainingslehrgängen der letzten Wochen nun gegen große Teile der Weltspitze bestehen“, ist der Grand Prix in Dortmund aus Sicht von Bundestrainer Michael Carl eine wichtige Hürde, aber auch ein Nominierungskriterium auf dem Weg zur Weltmeisterschaft im Oktober in Budapest.

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