Halbzeit-Hypothek letztlich zu groß

ACL-Ringer konnten 0:16-Pausenrückstand nicht mehr aufholen / 14:18 gegen Johannis Nürnberg II

Wenn es so etwas wie eine „gebrauchten Tag“ auch im Sport gibt, dann hatten die Oberligaringer des AC Lichtenfels am Samstag einen solchen erwischt. Irgendwie lief es nicht und so entführte die junge und motivierte Staffel des SV Johannis Nürnberg nicht unverdient mit 18:14 beide Zähler aus der AC-Halle.

Technisch saubere griechisch-römisch-Aktionen führten ACL-Neuzugang Achim Thumshirn (rotes Trikot) zu einem 15:0-Sieg über Tobias Schmidt. Der Mannschaftserfolg  jedoch ging mit 18:14 an die Gäste aus Nürnberg

„In ein paar Kämpfen hatten wir schon auf etwas andere Resultate gehofft“, erklärte ACL-Trainer Ali Hadidi. Er dachte vermutlich an Christoph Meixner (98 Kilo, Freistil), der gegen den zähen Altmeister Felix Polianidis aber einfach nicht zum Zuge kam. Oder auch an Christian Lurz (66 Kilo, Freistil), der von dem flinken Nico Sausenthaler schon in den ersten Sekunden mit 0:7 überrollt und kurz vor Schluss mit 17:2 sogar ausgepunktet wurde. Casyen Irmler (ACL, 57 Kilo, Freistil) hielt trotz klarem Gewichtsnachteil zunächst gut dagegen, musste nach einer sauber gefassten Beinschraube von Daniel Walter allerdings ebenso vorzeitig die Segel streichen. Gut machte seine Sache nach Auskunft von Trainer Hadidi der Schwergewichtler Sebastian Reuther (130 Kilo, griechisch-römisch). Nach längerer Wettkampfpause gestattete er dem favorisierten Philipp Vanek nur einen 8:1-Punktsieg.

Dennoch: Die unbesetzte 61-Kilo-Klasse mit eingerechnet, bedeutete dies einen fast minusrekordverdächtigen 0:16-Pausenrückstand für den ACL. Eine Hypothek, die sich letztlich als einfach zu groß erwies.

Dabei machten die Neuzugänge Hannes Wagner (86 Kilo, griechisch) und Andrzej Sokalski (80 Kilo, Freistil) mit ihren 16:0-Überlegenheitssiegen sogar noch einmal ein bisschen Hoffnung auf eine Aufholjagd, zumal auch Rumen Savchev (71 Kilo, griechisch) zwei Mannschaftszähler durch ein 5:2 über Alexandru Biciu ergatterte.

Im freien Stil der 75 Kilo-Kategorie fiel aber endgültig die Entscheidung zugunsten der Nürnberger, da der kampferprobte Mario Besold dem ACler Johannes Lurz einfach keine Angriffspunkte bot und mit 3:0 nach Punkten zu Recht gewann.

Achim Thumshirn (75 Kilo, griechisch) verkürzte mit technisch sauberen griechisch-römisch-Aktionen und einem 15:0 über Tobias Schmidt das Gesamtergebnis zwar noch auf 14:18. Doch diesmal mussten die ACL-Ringer einer Gästestaffel zum Sieg gratulieren, die eine ausgezeichnete Körpersprache und im Grunde auch keinen Schwachpunkt aufwies.

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