ACL bändigt die Grizzlys!

Spitzenkampf in Nürnberg geht mit 18:16 an den ACL.

Erneut nichts für schwache Nerven war der Auswärtskampf der Oberligaringer vom AC Lichtenfels. Trotz bedingter Ausfälle und einer unbesetzten Gewichtsklasse (86kg Freistil) konnten die Männer um Coach Venelin Venkov Ihren ärgsten Verfolger um die Meisterschaft mit 16:18 besiegen und führen die Tabelle nun mit fünf Punkte Vorsprung bei noch verbleibenden fünf Kämpfen an. Der letztjährige Oberligameister konnte zwar vier Kämpfe mit der höchsten Punktzahl ergattern, die restlichen sechs Kämpfe gingen allerdings auf das Konto der Lichtenfelser. „Wir haben uns im Voraus genau diesen Ausgang gewünscht und vielleicht auch ein wenig erhofft, dass es aber letztendlich so kam, lag an der großartigen Mannschaftleistung“ zeigte sich Venkov stolz auf sein Team.

 

Die Kämpfe im Einzelnen:

57 kg Griechisch: Zum ersten Mal in dieser Saison konnten die Korbstädter Ihren ungarischen Neuzugang Joszef Andrasi einsetzen. Noch etwas von den WM-Strapazen geschwächt, konnte er dennoch seinen Kontrahenten Daniel Walter kurz vor dem Pausengong mit 15:0 besiegen. Stand 0:4

130 kg Freistil: Einen schweren Brocken hatte der Teamcaptain Christoph Meixner mit Tobias Nendel vor sich. Mit cleveren Beingangriffen konnte der Lichtenfelser allerdings gegen den 13kg schwereren Hühnen im Nürnberger Dress, eigentlich Greco-Spezialist und Stammkraft in der Bundesligamannschaft, immer wieder erfolgreich punkten und am Ende einen sicheren 9:4 Punktsieg einfahren. Stand 0:6

61 kg Freistil: Gegen den Deutschen A-Jugend Meister Adrian Barnowski hatte Mario Petrov im stilartfremden Freistil das Nachsehen. Nach mehreren schönen Würfen hieß es vorzeitig 15:0 für den Gastgeber. Stand 4:6

98 kg Griechisch: Volle Konzentration ließ Punktegarant Hannes Wagner gegen Nürnbergs Fabian Appel walten. Einige Takedowns und Durchdreher reichten ihm, um nach dreieinhalb Minuten  zum verdienten 0:16 Überlegenheitssieg gelangen. Stand 4:10

66 kg Griechisch: Hier sprang kurzfristig David Kosunov ein. Er machte seine Sache gegen Nürnbergs Spitzenringer Alexandru Biciu gut, musste sich aber dennoch kurz nach der Pause mit 19:2 geschlagen geben. Pausenstand 8:10

86 kg Freisitil: Hier blieb der ACL unbesetzt. Somit gingen die vier Punkte auf das Konto der Nürnberger (Kevin Hermann) und der Gastgeber ging zum ersten Mal in Führung. Stand 12:10

71 kg Freistil: Einen weiteren Nürnberger mit Bundesligaerfahrung hatte Christian Lurz gegenüber stehen. Mario Besold war denn auch eine Nummer zu stark für den couragierten Lichtenfelser. Nach einer Reihe von Beinschrauben verletzte sich Christian schwer am Knie, setzte den Kampf dennoch fort und verlor am Ende vorzeitig mit 17:0. Stand 16:10

80kg Griechisch:  Nun war es Zeit für die Aufholjagd. Den Anfang machte Achim Thumshirn, der seinen passiven Gegner Alexander Michael im Stand total überlegen war und somit Punkt um Punkt sammelte. Die entscheidende Wertung zum 9:0 konnte er zwei Sekunden vor Schluss durch einen Takedown erzielen, was letztendlich drei wichtige Mannschaftspunkte einbrachte. Stand 16:13

75kg Griechisch:  Rumen Savchev konnte erneut seine Klasse demonstrieren. Er marschierte von Anfang an nach vorne und konnte so viele Zweierwertungen am Mattenrand ergattern. Nach 2:15 Minuten war der Kampf bereits beendet. Savchev siegte technisch überlegen mit 15:0 und brachte seinen ACL somit vor dem letzten Kampf des Abends wieder in Führung.  Stand 16:17

75 kg Freistil:  Beim Stand von 16:17 war somit für beide Vereine noch alles offen. Keine leichte Aufgabe für den Lichtenfelser Johannes Lurz, der aufgrund einer taktischen Umstellung auf 75kg abkochte und dort auf Tobias Schmidt traf. Es entwickelte sich ein Kampf auf Augenhöhe – die Punkteführung wechselte im Minutentakt. 10 Sekunden vor Schluss gelang Lurz beim Stand von 4:5 aus seiner Sicht noch eine Zweierwertung und er hielt somit den Gesamtsieg fest.. Endstand 16:18 für den ACL

Unter dem Jubel von gut 50 mitgereisten ACL-Fans konnte sich der AC Lichtenfels in einem wahren Spitzenkampf der wohl beiden besten Mannschaften der Liga schließlich mit 16:18 durchsetzen. Dieser Sieg war auch ein wichtiger und großer Schritt auf dem Weg zur Oberliga-Meisterschaft. Der nächste Prüfstein folgt schon am nächsten Samstag, dann kommt der SC Oberölsbach nach Lichtenfels.