Derbysieger!

Die Höhe der einzelnen Siege macht‘s

Fünf Einzelsiege hüben, fünf drüben – trotzdem gewinnt der ACL klar mit
19:12 in Hof

Die Zuverlässigkeit in Person ist beim ACL der Rückkehrer Hannes Wagner (rotes Trikot). Fünf Kämpfe und 19:0 Mannschaftspunkte hat er nach dem
abermals klaren 16:0 über den Hofer Maximilian Fleischer errungen und leitete damit die Aufholjagd seines Teams im Oberfarnkenderby ein.
Foto: cv

 

Fünf Einzelsiege hüben, fünf drüben. Von daher hätte das ewige Oberliga-Ringerduell Hof gegen Lichtenfels eine spannende Sache sein können.War es aber nicht. Weil fast alle klaren Erfolge auf das Konto des ACL gingen, stand am Ende ein sicheres 19:12 für die Korbstädter zu Buche.

„Wir wussten, dass wir gerade nach der Pause stark sind und bestimmt einige hohe Siege kommen würden“, erklärte ACL-Trainer Ali Hadidi die Tatsache, dass er selbst angesichts eines 4:11-Halbzeitrückstands und ein paar bis dato unglücklich verlorener Kämpfe nicht ins Zweifeln geriet. Nach den kampflosen vier Zählern für den Hofer Matthias Hader (57 Kilo, Freistil) stellte Lukasz Banak (ACL, 130 Kilo, griechisch) den Gleichstand her, da er seinen gewaltigen Gewichtsvorteil von über 30 Kilo nach und nach zu einem technisch überlegenen 16:0 gegen Kai Schramm nutzte. 

„Schade“ hieß das Urteil von ACL-Mannschaftsführer Heiko Scherer zu den folgenden drei Duellen, die aus ACL-Sicht jeweils mit etwas Pech verloren gingen. Christoph Meixner (98 Kilo, Freistil) unterlag seinem Dauerrivalen und Namensvetter Christoph Neidhardt mit 2:6, nachdem er den anfangs abgegebenen Wertungen lange hinterherlief. Mario Petrov (ACL, 61 Kilo, griechisch) musste sich nach wechselhaftem Verlauf mit der wirklich letzten Aktion 6:8 gegen Manuel Albert geschlagen geben, während Dominik Sohn (65 Kilo, Freistil) nach aus-geglichener erster Runde (2:2) ein abgefangener eigener Durchdreher zum Verhängnis wurde, wobei der Hofer Florian Pohl nach Ansicht vieler Zuschauer unnötig frühzeitig zum Schulter-sieger erklärt wurde.

Dann aber kam die große Zeit des ACL in diesem emotionalen Derby, bei dem auch die vielen Gästefans nach und nach die stimmliche Oberhand gewannen.

„Wieder einmal haben wir das Feld von hinten aufgerollt“, resümierte Heiko Scherer nach den 16:0- bzw. 15:0-Siegen seiner Griechisch-Könner Hannes Wagner (86 Kilo, gegen Maximilian Fleischer) und Venelin Venkov (71 Kilo, gegen Muhammed Ali Bayramoglu).

Andrzej Sokalski (ACL, 80 Kilo, Freistil) ließ ein 8:0 über Fabian Roderer folgen, ehe Johannes Lurz (ACL, 75 Kilo, Freistil) „den Sack“ zum Mannschaftssieg endgültig zumachte mit einem nicht minder souveränen 16:1 gegen Max Osterhoff. Kaum mehr als Resultatskosmetik bedeutete damit der finale 2:1-Punktsieg der Hofers Anthony Sanders (75 Kilo, griechisch) nach einem Duell auf Augenhöhe mit Achim Thumshirn. 

Weiter geht es dann gleich am am Feiertag. Gegner ist dann um 17.30 Uhr in der heimischen AC-Halle der SV Untergriesbach.

Gruppenliga Nord:
SC 04 Nürnberg – ACL II 35:4

Die Personaldecke für ACL-Mannschaftsführer Philipp Schütz ist noch immer sehr dünn. Mit zwei unbesetzten Gewichtsklassen konnte die ACL-Reserve abermals kein gleichwertiger Gegner sein und verlor trotz der Einzelsiege von Burkhard Michalski, Marius Geuß und Sebastian Reuther haushoch in Nürnberg.

-cv-