Das große Saisonfinale kann kommen / Letzter Heimkampf von Tobias Schütz

ACL gewinnt klar mit 30:8 gegen SC Oberölsbach – Letzter Heimkampf von Tobias Schütz

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Den Gegner immer im Blick! Das ist eine von vielen Merkregeln beim Ringen, die die Kämpfer des AC Lichtenfels (links Christoph Meixner gegen Patrik Fanderl) heuer besonders gut beherzigen. 
 

Ringer-Bayernliga Herren

Es ist angerichtet für das große Saisonfinale in der Ringer-Bayernliga! Sowohl der Spitzenreiter AC Lichtenfels (30:8 gegen den SC Oberölsbach) als auch der zweitplatzierte SC Unterföhring (20:11 beim TV Traunstein) ließen am vorletzten Kampftag nichts anbrennen.

Manchmal im Sport gibt es Wettkämpfe, da richtet sich der Blick schon aufs nächste Duell, kaum, dass das aktuelle Aufeinandertreffen beendet ist. Der Vergleich zwischen dem AC Lichtenfels und dem SC Oberölsbach war ein solcher Wettkampf.

Nach einem 30:8-Heimsieg, der so souverän zustande kam wie so viele in dieser Saison, hatten die meisten ACL-Verantwortlichen im Grunde nur noch den „Showdown“ um Meisterschaft und Aufstieg am nächsten Samstag in Unterföhring im Visier. Dort reicht den Lichtenfelsern dann jedes Resultat außer einer Niederlage mit sechs oder mehr Mannschaftspunkten Differenz zum ersehnten Zweifacherfolg.

„Wir sind stark, und wir sind gut drauf“, so die optimistische Einschätzung von Christoph Meixner. Als einziger AC-ler an diesem Abend war der Freistiler über die volle Distanz von sechs Kampfminuten gegangen und hatte sich beim gut zehn Kilo schwereren Patrik Fanderl mit gewohnt kluger Strategie und einem 5:1-Punktsieg für die etwas unglückliche Vorrundenniederlage revanchiert.

Andere ACL-Athleten bevorzugten die „ringerische Kurzarbeit“: So etwa Christian Merkel (86 Kilo Freistil), der keinen Gegner gestellt bekam. Mario Petrov (57 Kilo) und Venelin Venkov (66 Kilo) gewannen im klassischen Stil mit 20:4 und 16:0 technisch überlegen, Krum Chuchurov (66 Kilo, Freistil), Rumen Savchev (75 Kilo, griechisch) und Johannes Lurz (75 Kilo, Freistil) schafften nach klarer Punktführung sogar den Schultersieg. Lediglich zwei Duelle gingen auf das Konto der Gäste: Neben dem kampflosen Erfolg von Kevin Meja Castillo (98 Kilo, griechisch) zeigte vor allem Nikolay Dobrev (61 Kilo, Freistil) mit seinem 16:0 über Dominik Sohn – übrigens seinem zwölften Mannschaftsvierer im zwölften Kampf –, dass er einfach der mit Abstand beste Ringer der beiden leichten Klassen dieser Liga ist.

Die große Bühne aber gehörte an diesem Abend vor allem Tobias Schütz (86 Kilo, griechisch). Nach seinem deutlichen 16:0 über Serdar Biyikoglu verkündete er unter dem stehenden Applaus des Publikums nach 17 Jahren in der ACL-Staffel seinen Rücktritt zum Saisonende.

tobi

„Höchsten Respekt an einen tollen Kämpfer und fairen Sportsmann! Gesundheit, Beruf und Familie dürfen, erst recht nach so langer Zeit, auf jeden Fall dann einmal im Vordergrund stehen“, so die beiden ACL-Vorsitzenden Oliver Dürr und Stefan Mehl, die ein Präsent überreichten.

Gruppenoberliga Nord

ACL II – RSV Schonungen 16:37

Die Personaldecke bei der ACL-Reserve ist derzeit einfach zu dünn, sodass sie mit einer klaren Niederlage gegen den RSV Schonungen auf den letzten Platz zurückfiel. Zweimal gewannen Casyen Irmler und Niklas Zillig kampflos. Da aber auch der ACL zwei Klassen unbesetzt lassen musste und die ausgetragenen Duelle allesamt verlor, kam es zu diesem deutlichen Resultat.