Stadtempfang des Bayernligameisters

„Wir sind alle ausgeflippt“ 

Ringer legten ihre Gegner reihenweise auf die Matte – und wurden dafür extra geehrt

Den Aufstieg des AC Lichtenfels in die Bayerische Oberliga würdigte am Montag die Stadt mit einem Empfang in der ehemaligen Synagoge. Ein begeisterter Bürgermeister Andreas Hügerich gratulierte den Sportlern, Trainer und Betreuerteam, der Vorstandschaft und den Sponsoren.

Ein Vierteljahr Power liege hinter den Ringern, die von September bis Dezember quer durch Bayern auf dem Weg zur Meisterschaft reisten. In Unterföhrung hätten dann 100 mitgereiste Fans die Sportler angefeuert und schließlich umjubelt, trotz der Niederlage, die zur Punktgleichheit führte und damit zum Klassensieg. Hügerich, selbst Audauersportler, verriet den jungen Kämpfern seine Philosophie: „Sieger zweifeln nicht und Zweifler siegen nicht.“

Ringen sei keine Einzelsportart, Erfolg sei immer Teamsache. Hügerich bezeichnete die Sieger als Botschafter ihres Sports und „Botschafter unserer Stadt“. Im Rahmen des Neujahrsempfangs in der Stadthalle in Lichtenfels am 19. Januar hatte er bereits die erfolgreichsten Sportler der Stadt geehrt. Der AC Lichtenfels stellte mit sieben Auszeichnungen das größte Kontingent bei den Einzelsportlern.

ACL-Vorsitzender Oliver Dürr erinnerte an die Bayernliga-Saison in der seine Mannschaft nur eine Niederlage einstecken musste. Zum letzten Kampf in Unterföhring sagte er: „Wir sind alle ausgeflippt. Die Stimmung war gigantisch. Die Mannschaft hat diesen Erfolg mit 100 Prozent Willen gezwungen.“ In der neuen Saison wolle man im oberen Drittel der Tabelle mitreden. Als besonders Highlight kündigte der Vorsitzende den Heimkampf gegen den Lokalrivalen ASV Hof an.

Trainer Ali Hadidi stellte fest, dass nach dem knappen Scheitern im letzten Jahr die Titel-Sehnsucht noch gestiegen sei und dass die Mannschaft seit Anfang der Saison bis zum letzten Kampf wirklich nicht die geringste Schwäche geleistet hatte. Er dankte der Stadt, Bürgermeister Andreas Hügerich und seiner Stellvertreterin Sabine Rießner für die Wertschätzung die durch den Empfang ausgedrückt werde.

Trotz großzügiger Sponsoren müsse man, im Gegensatz zu den großen Vereinen, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln auskommen. Zwei bis drei Neuzugänge seien vorgesehen. „Unser Ziel ist es eine gute Oberligarunde zu ringen“, schwor er sein Team auf die neue Saison ein.

Text:  Andreas Welz   www.obermain.de

 

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