Aus 3:12 mach 23:12

ACL sicherte Vizemeisterschaft in der Bayernliga durch klaren Erfolg über Oberölsbach

Es war ein versöhnlicher Saison-Heim-Abschluss, den die Bayernliga-Ringer des AC Lichtenfels am Samstag gegen den SC Oberölsbach auf die Matte brachten. 23:12 nach zwischenzeitlichem 3:12-Rückstand lautete das Endresultat, mit dem die Korbstadt-Kämpfer vorzeitig die Vize-Meisterschaft errangen.

Der Grund hierfür liegt an dem unerwartet deutlichen 23:7 des verdienten Meisters ASV Au/Hallertau über den Tabellendritten SC Unterföhring. Bei nun zwei Punkten Rückstand und dem schlechteren direkten Vergleich kann Letzterer die ACler am letzten Kampftag nicht mehr von Rang 2 verdrängen. Ob es mit dieser Platzierung vielleicht doch noch eine kleine Chance für die Lichtenfelser gibt, in die Oberliga aufzusteigen, werden erst die künftigen Entwicklungen in den höheren Ligen, etwa aufgrund freiwilliger Rückzüge, zeigen.

Grund genug also, unter anderem für den 2. Vorsitzenden Stefan Mehl, eine letztlich positive Bilanz zu ziehen: „Dass wir mit all den Verletzungen es noch geschafft haben, Zweiter zu werden, war eine echte Teamleistung. Hut ab!“ Und auch Christoph Meixner fand: „Wir waren eine super Truppe!“

Diese Truppe musste gegen den SC Oberölsbach aber schnell einem Rückstand hinterherlaufen. Am diesem „Tag der ringerischen Kurzarbeit“ mit sieben vorzeitig beendeten Kämpfen und einer durchschnittlichen Kampfdauer von rund zweieinhalb Minuten gingen vor der Pause gleich drei Schultersiege an die Gäste. Nikolaj Dobrev (57kg, griechisch) und Tobias Nendel (98kg, griechisch) zeigten gegen Mario Petrov bzw. Daniel Luptowicz (ACL) eindrucksvoll, warum sie die gesamte Serie über ungeschlagen blieben. Auch Christian Gregor (61kg, Freistil) hatte den für Leon Raps eingesprungenen ACler Jan Ahlsdorf noch in der ersten Minute besiegt.

Gut, dass Christoph Meixner (130kg, Freistil) wie gewohnt die Ruhe in Person war und mit seinem nie gefährdeten 9:0 über Patrik Fanderl den AC erst mal „aufs Papier“ brachte, wonach Venelin Venkov (66kg, 16:0 über Daniel Sittel) mit ebenso gewohnter griechisch-römisch-Kunst den Pausenrückstand auf 7:12 verkürzte.

Danach ging alles ganz schnell. Die beiden 86er des ACL, Christian Merkel (Freistil) und Tobias Schütz (griechisch) hatten sich ihre maximale Mannschaftspunktzahl 4 durch 16 Wertungspunkte bereits in Runde 1 verdient. Merkel sorgte dabei mit drei Vierern gegen Thomas Kleesattel für das Spektakel, während Schütz gegen Serdar Biyikoglu die Technik-Demonstration des Tages vorführte, als er sieben Durchdreher mit Armeinschluss in Kreisform auf die Matte rollte.

Einzig Rumen Savchev (ACL, 75kg, griechisch) musste sich richtig plagen, um den acht Kilo schwereren Marian-Daniel Mihai mit 6:5 zu bezwingen, wohingegen Johannes Lurz (ACL, 75kg, Freistil) einmal mehr zeigte, dass er auch diese Saison weiter gereift ist. Mit einigen herrlich ausgekämpften Situationen distanzierte er Robin Himmler sicher mit 11:1.

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