ACL vor schwerer Aufgabe

ACL I zu Gast in Berchtesgaden, ACL II mit Doppelkampftag

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Richtig strecken für den Erfolg wollen sich die Ringer des AC Lichtenfels (hier: Mario Petrov, oben) auch morgen wieder. Beim Tabellendritten in
Berchtesgaden ist der Bayernliga-Spitzenreiter aus der Korbstadt vermutlich erstmals so richtig gefordert.

Drei Kämpfe – drei deutliche Siege. Die Lichtenfelser Ringer können mit dem bisherigen Auftakt in der Bayernliga mehr als zufrieden sein. Doch am morgigen Samstag wartet auf den ACL ein richtig dicker Brocken. In Berchtesgaden gilt es beim gut gestarteten Aufsteiger zu bestehen. Ganze 840! km Fahrtstrecke stehen für die Ringer um Coach Ali Hadidi auf dem Programm. Die zweite Mannschaft muss gleich zwei Mal auswärts antreten. Am Samstag in Burgebrach und am Montag in Hof.

Mit dem Vorjahresaufsteiger, dem TSV Berchtesgaden, steht man einer neuen Mannschaft gegenüber. Die Oberbayern holten sich 2015 ungefährdet die Meisterschaft in der Landesliga Süd und bezwangen in den Aufstiegskämpfen den KSV Bamberg jeweils souverän. Und auch nach den ersten drei Saisonkämpfen kann man sagen, dass die Berchtesgadener in der Bayernliga angekommen sind und mit dem Abstieg wohl nichts zu tun haben werden. Nach Siegen gegen den SC Oberölsbach und den ASV Neumarkt sowie der Niederlage gegen den Titelaspiranten aus Unterföhring steht man aktuell auf dem vierten Platz. Zusätzlich zu den bisher unbesiegten Peter Fodor (130kg Greco) und Lukas Laue (66kg Freistil) haben die Oberbayern noch einige junge einheimische Ringer im Kader. Vor allem die Gebrüder Hillebrand (Korbinian, Andreas und Sebastian) gehörten zu den Punktegaranten in der Aufstiegssaison.

Neben den Athleten auf der Matte müssen sich die Korbstadtringer auch auf eine ausverkaufte Halle und ein frenetisches Publikum einstellen. Mit der Aufstiegseuphorie im Rücken waren vor zwei Wochen beispielsweise über 900 Zuschauer zum Kampf gegen Unterföhring in den Großen Saal des Kongresshauses Berchtesgaden gekommen. Es wird also für Schütz, Meixner und Co also alles andere als selbstverständlich, die zwei Punkte mit nach Lichtenfels zu nehmen. Zweiter Vorsitzender Stefan Mehl sieht das ähnlich: „Gerade im Hinblick auf die bisherigen Ergebnisse des TSV Berchtesgaden sowie dem Wissen um ihre Heimstärke müssen wir am Samstag eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen, um dort bestehen zu können.“ Man darf also gespannt sein, für welche Aufstellung sich die sportliche Leitung diesmal entscheiden wird und wie sich die Lichtenfelser Mannschaft von der Stimmung in Berchtesgaden beeindrucken lässt.

Lage in der Liga:

Neben dem AC Lichtenfels ist auch der zweite Titelfavorit, der SC Isaria Unterföhring, bisher weiterhin ungeschlagen. Dieser konnte sich am letzten Wochenende mit 23.12 gegen den AC Penzberg durchsetzen. Auf den Plätzen drei und vier befinden sich aktuell der SC Oberölsbach und der TSV Berchtesgaden mit jeweils einer Niederlage. Der TV Traunstein und der TSC Mering bilden mit je einem Sieg und zwei Niederlagen das hintere Mittelfeld. Ohne Punktgewinn steht neben dem AC Penzberg die Mannschaft vom ASV Neumarkt am Tabellenende.

Zweite Mannschaft mit Doppeleinsatz am verlängerten Wochenende

Am morgigen Samstag geht es für die Jungs um Mannschaftsführer Philipp Schütz nach Burgebrach. Gegen die zweite Vertretung der Oberligamannschaft will man nach der knappen Niederlage vor Wochenfrist gegen den SC Oberölsbach II nun endlich die ersten Punkte der Saison einfahren. Bereits am Montag, dem Tag der Deutschen Einheit, ist man bei der Reserve des ASV Hof zu Gast. Hier gilt es beim vorgezogenen Rückkampf das Ergebnis vom Heimkampf vor drei Wochen, als man mit 18:29 verlor, auszubügeln.

-zeu-