ACL ist wieder in der Spur

„Daheim wird gerungen, was geht!“ Oliver Dürr, 1. Vorsitzender des AC Lichtenfels, brachte nach dem 22:4-Heimerfolg der Korbstadtringer gegen den RSV Schonungen in der Oberliga auf den Punkt, was viele Lichtenfelser dachten.

Oberliga

AC Lichtenfels – RSV Schonungen 22:4

Mit einer starken Aufstellung ließen die Gastgeber ihrem Kontrahenten nicht den Hauch einer Chance. Langeweile kam dennoch nicht auf, weil fast alle Einzelduelle über die vollen sechs Minuten gingen und auch durchaus umkämpft waren.

So auch beim Lichtenfelser Christian Lurz (71 Kilo, Freistil), der sich gegen Machs Gelaschano lange vergeblich abmühte und mit 0:4 in Rückstand geriet. Doch ausgerechnet in der letzten Kampfminute schaffte er mit einem Konter und einem beherzten Beinangriff noch genau die beiden Wertungen, die ihm beim Stand von 4:4 aufgrund der höheren Einzelwertungen den Punktsieg bescherten.

Auch ein Gewichtslimit tiefer (66 Kilo, griechisch) hatten die Schonunger für ACL-Routinier Venelin Venkov mit dem rumänischen Vizemeister Andrei Vasile Dudau wahrlich kein Gast-geschenk mitgebracht. Der fünffache deutsche Mannschaftsmeister Venkov sagte nach dem hart erarbeiteten 4:2-Punktsieg: „Dieser junge Kerl hat natürlich mehr Kondition und mehr Dynamik als ich. Aber ich habe die Erfahrung. Eine Minute hab ich deshalb taktiert und geschaut, wie meine Strategie aussehen könnte. Dann war mir klar: Ich muss auf den einen Fehler von ihm warten und dann zur Stelle sein.“

Genau so kam es: Mit einem gewaltigen Schleuderer holte sich Venkov in der zweiten Runde eine Viererwertung, die das Duell zum Entsetzen des bislang unbesiegten Schonunger Ringers entschied.

So blieb das 16:0 des zweiten RSV-Punktegaranten Alexandru Mandica (61 Kilo, griechisch-römisch) über Mario Petrov der einzige Schonunger Einzelerfolg, nachdem die 57-Kilo-Klasse bei beiden Teams unbesetzt blieb. Die ACL-Fans durften von den 75-Kilo-Klassen aufwärts sechs durchwegs zweistellige Punktsiege bejubeln, die auf das Konto von Rumen Savchev (11:0 gegen Julian Full), Johannes Lurz (16:4 gegen Max Wendel), Achim Thumshirn (14:0 gegen Andreas Hümpfer), Andrzej Sokalski (15:0 gegen Markus Schäfer), Hannes Wagner (10:1 gegen Florian Doile) und Christoph Meixner (16:0 gegen Tobias Doile) gingen.

Nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern mehr noch aufgrund des sportlichen Werts der Kämpfe war es damit ein Kampfabend, der für alle Beteiligten Lust auf mehr machte.