21:6 Sieg! Wenig Widerstand aus Untergriesbach

ACL gewann gegen eine dezimierte Gästestaffel problemlos mit 21:6 

Schon manche prickelnde, nervenaufreibende, bis zum Schluss spannende Mattenschlacht hat die Lichtenfelser AC-Halle erlebt. Das Feiertags-21:6 des Tabellenführers ACL gegen den SV Untergriesbach war definitiv keine. Zu einseitig verteilt waren die Kräfteverhältnisse. 

Ringen schlaucht! Selbst, wenn die reine Kampfzeit „nur“ sechs Minuten beträgt: Achim Thumshirn (ACL, links) und der Untergriesbacher Witalis Lasovski (rechts am Boden) wissen ein Lied davon zu singen. Kampfrichter Bastian Wohlfahrt (Mitte) hat Verständnis.

Das lag in erster Linie daran, dass die Gäste – vor Saisonbeginn übrigens als einer der Oberligafavoriten gehandelt – eine, nunja, nicht gerade Furcht einflößende Staffel mitgebracht hatten: ohne Ringer in 57 Kilo (wie übrigens auch die Hausherren); mit einem offensichtlich erheblich verletzten Schwergewichtler Josef Neumüller, der sich nach 14 Sekunden von Sebastian Reuther widerstandslos schultern ließ; und schließlich mit Johannes Lenz einen Sportler, der das Gewichtslimit von 61 Kilo (griechisch) um drei Pfund verfehlte und sich so von seinem klaren Sieg auf der Matte über Mario Petrov (ACL) nichts kaufen konnte, weil die vier Mannschaftspunkte schon auf der Waage an den Lichtenfelser gegangen waren. 

So gab es erst im vierten Einzelkampf das erste richtige Duell. Christoph Meixner (ACL, 98 Kilo, Freistil) nutzte es, um mit einem nie gefährdeten 6:0-Punktsieg über Christoph Bauer wieder Selbstvertrauen zu tanken, nachdem ihn das Ringerglück zuletzt nicht gerade verfolgte hatte. Weniger zufrieden wird dagegen Christian Lurz (ACL, 66 Kilo, Freistil) gewesen sein, der vor allem in Runde 1 mehrere aussichtsreiche Situationen nicht zu zählbaren Wertungen auskämpfen konnte und schließlich unnötig mit 1:4 gegen Christoph Fenzl unterlag. 

Auf die griechisch-Abteilung des ACL war jedoch nach der Pause einmal mehr Verlass: Hannes Wagner (86 Kilo) brauchte für sein 18:0 über Daniel Loher nicht einmal eine Minute. Rumen Savchev (71 Kilo) tat nach seiner Verletzungspause nicht mehr als nötig und bezwang den extrem passiven Benedict Pauli dennoch mit 6:0. Einzig Achim Thumshirn (75 Kilo) musste Schwerstarbeit  verrichten, um das quirlige Konditionswunder Witalis Lasovski hauchdünn mit 4:3 in Schach zu halten. 

Szenenapplaus verdienten sich zudem die ACL-Freistiler: Ersatzmann Tobias Wagner (80 Kilo) verteidigte sich aufopferungsvoll und überstand gegen den Untergriesbacher Topmann Nikolay Kurtev immerhin die erste Runde, ehe es nach vier Minuten dann doch „technische Überlegenheit für Blau“ hieß. Und Johannes Lurz (75 Kilo) brachte schließlich doch noch Spektakel in diesen einseitigen Ringerabend mit seinen technisch sauberen Doppelbeinangriffen, Beinstellern und dem letztendlichen Schultersieg gegen Mustafa Quambarzada.

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