21:14 Auswärtssieg in Freising

Sokalski ebnet Weg zum Auswärtssieg. 

Erfolgreiche Wiedergutmachung des AC Lichtenfels: Mit 21:14 gewannen die Ringer auch ihren zweiten Auswärtskampf der Saison in Freising sicher, nachdem sie vor einer Woche zu Hause gegen Johannis Nürnberg II unterlagen.
„Wir sind schon mit einem gewissen Optimismus nach Oberbayern gefahren“, erklärte Mannschaftsführer Heiko Scherer, zumal er wieder auf Mario Petrov zurückgreifen konnte. Dafür aber musste der ACL verletzungs- beziehungsweise krankheitsbedingt auf Casyen Irmler und Sebastian Reuther verzichten. Entsprechend stand es umgehend 8:0 für die Einheimischen, da die 57 Kilo-Klasse beim ACL unbesetzt war und der eingesprungene Michael Schwarz (130 Kilo, griechisch) im Schwergewicht beim 0:16 gegen Wolfgang Stork ohne Chance blieb.

Petrov bezwingt Bauer

Dass es diesmal aber mit einer Aufholjagd klappen könnte, ließ sich bald erahnen. Mario Petrov (61 Kilo, griechisch) bezwang auch ohne viel Training den jungen Alexander Bauer technisch überlegen mit 15:0, Christoph Meixner (98 Kilo, Freistil) triumphierte ebenso ungefährdet über seinen Kontrahenten Leonard Weßalowski mit 9:0. Und weil die 66 Kilo-Freistil-Kategorie bei den Hausherren ohne Vertreter blieb, führte der ACL zur Halbzeit bereits mit 11:8.
Das mit Spannung erwartete Topduell im 86 Kilo-griechisch-Limit zwischen dem Freisinger Zoltan Keri und dem Deutschen Meister Hannes Wagner fiel aus. Entschädigt wurden die Fans durch die feine Greco-Kampfkunst des Klosterlangheimers, die ihm nach gut drei Minuten und dank technischer Überlegenheit gegen Oliver Straub vier Mannschaftspunkte einbrachte.

Erstmals den Kürzeren zog in Reihen des ACL dagegen Rumen Savchev (71 Kilo, griechisch). Der heuer und im Vorjahr unbesiegte Freisinger Trainer Ion Gaimer hatte einfach die besseren Antworten parat und mit 8:0 Punkten auch klar die Nase vorne. 

Sokalski dominiert Fritsch

Dass es in Sachen Gesamterfolg aber dennoch kaum Bedenken in der ACL-Ecke gab, lag diesmal an Andrzej Sokalski (80 Kilo, Freistil). Dem Freisinger Punktegaranten Mathias Fritsch, der in der Vorsaison nur einen Kampf verloren hatte, erteilte der Pole im Trikot des ACL geradezu eine Ringkampflektion: kluge Beinangriffe, Wertungen im rechten Moment und als i-Tüpfelchen das 16:0 zur technischen Überlegenheit exakt zehn Sekunden vor dem Schlussgong: Ein Freistilgefecht wie aus einem Guss und beim Stand von 19:11 und zwei noch ausstehenden Duellen die faktische Vorentscheidung zugunsten der Lichtenfelser.
So gesehen tat das 2:14 von Johannes Lurz (ACL, 75 Kilo, Freistil) gegen den starken Marcel Berger nicht wirklich weh, zumal Achim Thumshirn (ACL, 75 Kilo, griechisch) zum Abschluss stets Herr der Lage blieb und den sehr passiven Christopher Mayer klar mit 6:0 distanzierte.
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